Von New York nach Miami

Es ist nun so­weit: un­se­re fünf­wö­chi­ge USA-Karibik-Reise steht an. Nach ei­nem hal­ben Jahr Planung wer­den wir New York, Chicago, Nashville, Freeport (Bahamas) und Miami ken­nen ler­nen. Es ist al­les da­bei: Großstadtleben, Besuch ei­ner US-Familie, ei­ne ech­te ame­ri­ka­ni­sche Hochzeit, Ausspannen in der Karibik und das Nachtleben in Miami. Und dies mit­ten in der Hurrikan-Saison. Es wird span­nend…

Soweit es mir mög­li­ch ist – und na­tür­li­ch mit der nö­ti­gen Lust – wer­de ich hier im Laufe der Reise un­se­re Eindrücke nie­der­schrei­ben. Einen iPod Touch ha­be ich da­bei. Wenn in un­se­ren Hotels WLan zur Verfügung steht, kann ich in die­sem Beitrag im­mer wie­der be­rich­ten, was wir so er­le­ben.

Freitag, den 28.08.2009

Abflug! Wir ha­ben nun un­se­ren Flug vor uns. Über Düsseldorf geht es di­rekt nach New York. Leider sind die Wetteraussichten nicht ganz so toll. Aber das wird un­se­re Freude nicht trü­ben. 16:00 Uhr (US-Zeit) wer­den wir lan­den. Dann heißt es „New York wir kom­men!“. Und wir se­hen ei­nen al­ten Freund und Arbeitskollegen end­li­ch nach zwei Jahren wie­der…
Wir sind an­ge­kom­men! Nach ei­nen lan­gen, en­gen aber an­sons­ten ru­hi­gen Flug konn­ten wir un­ser Hotel Reserve mit Dachterrasse di­rekt ge­gen­über der Federal Reserve be­zie­hen. Unsere Location ist Downtown Manhattan. Quasi zu Fuß sind nun Ground Zerro, WallstreetBrooklyn Bridge, Soho, der Hafen und viel zu viel mehr zu er­rei­chen… Heute wer­den wir no­ch un­se­re Umgebung im Finance Destrict be­gut­ach­ten, was es­sen und dann schla­fen ge­hen, da­mit wir mor­gen früh los­ti­gern kön­nen… Ach ja, Internet hab ich kos­ten­los im Zimmer, wie ihr wohl be­merkt habt. Somit kann ich die nächs­ten Tagen mit mei­nem iPod be­rich­ten…

Samstag 29.08.2009

Nachdem un­ser Abendspaziergang ges­tern no­ch 3 Stunden durchs Finanzviertel und zum Ground Zerro ging, lie­fen wir heu­te mor­gen di­rekt zur Wall Street. Erst jetzt ist uns auf­ge­fal­len, dass die­se kei­ne 2 Minuten Fußweg von un­se­rem Hotel ent­fernt liegt. Von der Wallstreet, an der Trinity Church vor­bei, ging es Richtung Hudson River. Dann mit der U-Bahn Richtung China Town und Little Italy. Nachdem wir bei­de Länder durch­quer­ten, lie­fen wir ins Viertel Soho und Greenwich Village, ge­folgt von ei­ni­gen Parkanlagen. Hier wim­mel­te es nur so von Eichhörnchen, die vor un­se­ren Augen ih­re Nüsse ver­gru­ben. Dann war Shopping an­ge­sagt… Die 5th Avenue bis zum Flatiron Building hoch und dann den Broadway run­ter… Gegen Abend fuh­ren wir wie­der zu­rück und lie­fen auf die Brooklyn Bridge.
Das Abendessen nah­men wie ge­müt­li­ch am Hafen zu uns und lie­fen dann zu­rück ins Hotel. 1/4 von Manhatten ha­ben wir so­mit über­flo­gen. Zwei Dinge sind mir auf­ge­fal­len. Hier gibt es ir­gend­wie al­les. Von Märkten mit fri­schen Früchten und Obst, über exo­ti­sche Märkte die so­gar le­ben­de Frösche zum Verzehr an­bie­ten, bis hin zu klei­ne Geschäfte, die aus­ge­stopf­te Riesenspinnen ver­kau­fen. Als zwei­tes fiel mir auf, dass al­le rich­tig freund­li­ch sind und ei­nem ger­ne ih­re Hilfe an­bie­ten.

Sonntag, den 30.08.2009

Nach ei­nem kur­zen Besuch im be­rühm­ten Apple-Store an der 5th Avenue, sind wir di­rekt in den Central-Park ge­lau­fen. Hier ließ es si­ch ei­ni­ge Stunden lang aus­hal­ten. Am Nachmittag ging es die Park Avenue und die Madison Avenue Richtung Metropolitan Museum. Später no­ch zum Guggenheim Museum und zum American Museum of National History (be­kannt aus dem Film „Nachts im Museum“, es ste­hen wirk­li­ch Dinos im Eingang). Leider konn­ten wir hier nur kurz rein, da das Museum dann schloss… Vielleicht fin­den wir hier­für noch­mal Zeit. Am Abend ging es zum Lincoln Center (ne­ben der be­rühm­ten Juilliard School) zu ei­ner Public-Viewing-Opera „Romeo und Julia“. Der Heimweg führ­te uns no­ch über den schril­len Times Square.

Montag, den 31.08.2009

Heute nah­men wir mal den Bus an­stel­le der UBahn. Das er­s­te Ziel war der Grand Central Station. Eigentlich woll­ten wir hier für Donnerstag nach Schließfächer su­chen. Doch seit dem 11. September sind die­se aus Sicherheitsgründen ver­schwun­den! Ohne Alternative…! Danach ging es zur UN (kurz mal die USA ver­las­sen) zu ei­ner Führung. Sehr in­ter­es­sant… Nach dem Ausflug im Niemandsland ging es wie­der zu­rück nach New York auf das Rockefeller Center (an­stel­le des Empire State Buildings, die­ses woll­ten wir auf un­se­ren Bildern ha­ben) um die atem­be­rau­ben­de Ausicht über NY zu ge­nie­ßen. Am Abend ging es zum Essen an den Times Square. Danach durf­ten wir das Musical „Phantom der Oper“ am Broadway be­su­chen. Einfach nur Super! Dies ist un­se­re letz­te Nacht in die­ser Stadt. Morgen be­su­chen wir für 2 Tage ei­nen al­ten Freund und Arbeitskollegen in New Jersey, da­na­ch geht es nach Chicago…

Dienstag, den 01.09.2009

Heute ging es noch­mals rich­tig ins National History Museum. Sehenswert aber auch sehr groß! Zum Abschluss no­ch ein schö­ner Spaziergang durch New York und dann in den Zug nach New Jersey. Es ist hier sehr länd­li­ch, vie­le klei­ne Einfamilienhäuser und das nur 50 Zug-Minuten von Manhattan ent­fernt… Hier ver­wei­len wir zwei Tage bei ei­nem Freund und Arbeitskollegen aus mei­ner Daimler-Zeit. Im Vergleich zu New York wird es nun erst­mal biss­chen ru­hi­ger wer­den. Morgen geht es an den Strand und zum Shopping. Das span­nen­de da­bei: ich fah­re dann das er­s­te Mal selbst mit dem Auto im Amiland…

Mittwoch, den 02.09.2009

Endlich Wasser! Wir ver­brach­ten den Tag heu­te am Strand in Belmar. Leider kann man in den USA wohl nicht ein­fach ins Wasser sprin­gen. Es gibt fest aus­ge­schrie­be­ne „Meter“ an de­nen man ins Wasser darf. Und auch nur so­weit, wie man ste­hen kann. Und wenn man si­ch nicht dar­an hält, pfeift ei­nem ein Baywatch-Mann gleich zu­rück! Aber das Wasser war herr­li­ch, die Wellen hoch und die Sonne hat mir gleich mal mei­ne Haut ver­brannt. Am Abend ging es no­ch zum Shoppen in ein Outlett-Store. Das Autofahren in den USA ist ei­gent­li­ch wie in Deutschland, nur man darf nicht rich­tig Gas ge­ben (geht auch nicht bei den Strassen), an je­der Kurve steht, wie schnell man in ihr hin­ein fah­ren darf (!) und die Ampeln sind auf der an­de­ren Straßenseite, was ei­gent­li­ch gut ist, da man si­ch nicht wie in Deutschland den Kopf ver­ren­ken muss.

Donnerstag, den 03.09.2009

Wir sind in Chicago an­ge­kom­men und durf­ten un­ser Zimmer im Hard Rock Hotel be­zie­hen. Die Zimmer sind per­fekt (sie­he Link) und die Aussicht aus dem 23. Stock ein­fach nur su­per. Das Hotel liegt di­rekt im Zentrum und nur paar Fußminuten vom Lake Michigan (Deutsche wür­den hier eher Meer da­zu sa­gen) ent­fernt. Natürlich muss­ten wir heu­te die be­rühm­te Chicago-Pizza ken­nen­ler­nen – hat we­nig Verwandtschaft mit der ita­lie­ni­schen Pizza, son­dern eher mit ei­nem Kuchen… Morgen star­ten wir dann die Erkundung der Stadt. Zuerst zu Fuß und am Nachmittag (Chicago liegt zu die­ser Jahreszeit mor­gens im Nebel) mit ei­ner Architektur-Rundfahrt per Schiff über den Fluss durch die Stadt in Richtung „See“… Dies wur­de uns mehr­fach emp­foh­len und wenn ich die Gebäude so se­he, ver­ste­he ich auch war­um…

Samstag, den 05.09.2009

Die Stadt hat groß­ar­ti­ge Gebäude. Und im September wohl auch ei­nen zu­ver­läss­li­chen Nebel, wel­cher aber am Mittag ver­schwun­den ist. Obwohl wir im nörd­li­chen Eck der USA sit­zen, ha­ben wir im­mer no­ch um die 24 Grad. Zu den be­kann­tes­ten Gebäuden zäh­len der Hancock Tower, Willis Tower (frü­her Sears Tower) und die Navy Pier. Der wich­tigs­te Straßenabschnitt ist wohl die Magnificent Mile. Wie auf der 5th Avenue in New York sind hier die edels­ten Geschäfte an­ge­sie­delt. Dies ver­lockt zum Einkaufen, vor Allem auch des­we­gen, weil zur Zeit Sommerschlussverkauf ist (und zwar rich­ti­ge Tiefpreise rund um den Labor-Day) und der Dollar-Kurs zu­dem no­ch güns­tig ist. Nachdem wir am Freitag den in­ne­ren Teil von Chicago be­such­ten, ging es am Samstag an den See und zum Grant Park zwi­schen See und Stadt. Chicago ist ei­ne Stadt, wel­che die Jazz-Musik mit ih­rem ei­ge­nen Stil be­ein­fluss­te. Geplant war ei­gent­li­ch ein Besuch in ei­nem Jazz Club. Nur hat­ten wir das Glück, dass an un­se­rem Wochenende das Chicago Jazz Festival lief. Somit konn­ten wie bei schöns­tem Wetter auf meh­re­ren Bühnen die Musik im Grand Park ge­nie­ßen. Der Samstag war so­mit auch schon fast vor­bei. Am Abend ging es noch­mals auf die Navy Pier zu ei­nem gro­ßen Feuerwerk.

Montag, den 07.09.2009

Nun geht auch die Zeit in Chicago vor­über. Heute wer­den wir noch­mals in die Stadt ge­hen, das Aquarium Shedd be­su­chen und dann zum Flug nach Nashville ein­che­cken. Dort sind wir dann für zwei Wochen bei Freunden und so­mit auch Gäste auf ei­ner Hochzeit.

Donnerstag, den 10.09.2009

Ich bin wie­der fitt… ja… mi­ch hat­te die Klima-Anlagen-Grippe er­wischt und für zwei Tage lahm­ge­legt. Anna hat­te kei­ne Probleme, war wohl schon im­mun ge­gen Klima-Bakterien. Wir sind in Nashville und hier ist es rich­tig heiß. In Chelsea’s Haus woh­nen wir nicht al­lei­ne. Wir tei­len das Haus no­ch mit zwei Hunden und ei­ner Katze. Alles Anti-Allergie-Tiere! Ich wuss­te nicht, dass al­le Pudel-Kreuzungen ih­re Haare nicht ver­lie­ren, nicht rie­chen und kei­ne Allergien her­vor­ru­fen. Hier sind die Vorbereitungen zur Hochzeit im vol­lem Gange. Es wird ge­schrie­ben, ge­druckt, Kleider wer­den an­ge­passt, Geschenke ver­packt… Am Abend wird ge­grillt und vor dem TV oder der XBox re­la­xet. Ich bin ge­spannt, wie die Vorfeierlichkeiten (ab mor­gen) und die Hochzeit selbst am Samstag so wird. Den heu­ti­gen Tag nutz­te ich (wäh­rend die Frauen wie­der Shoppen gin­gen) um ei­ni­ge Bilder in die­sen Beitrag zu hän­gen und den ein oder an­de­ren Link ein­zu­fü­gen. Klickt ein­fach auf die Bilder, dann seht ihr sie in groß.

Freitag, den 11.09.2009

Am Freitag durf­te ich mit dem Bräutigam und sei­nen en­gen Freunden auf die Driving-Range fah­ren und mei­ne ers­ten Golf-Bälle schla­gen. Das macht rich­tig Spass, ist aber gar nicht so ein­fach, die­se klei­nen Bälle in ei­ne ge­ra­de Linie zu schi­cken. Während wir Jungs uns mit „Sport“ be­schäf­tig­ten, gin­gen die Mädchen zum Bridesmaid-Brunch, dann zur Maniküre und Pediküre, fei­er­ten ge­mein­sam und rich­te­ten si­ch für die Vorprobe der Hochzeit. Dort tra­fen wir uns wie­der al­le, prob­ten das Einlaufen und gin­gen am Abend zu­sam­men zum Rehearsal Dinner, das Abendessen für die Beteiligten der Generalprobe ei­ner Hochzeit. Danach wur­de no­ch die gan­ze Nacht in ei­nem Spiele-Saloon ge­fei­ert und dann war der Heimweg an­ge­sagt. Mädchen und Jungs soll­ten ge­trennt schla­fen und so soll­te ich bei ei­nem Freund des Bräutigams schla­fen, da das Haus von Chelsea von den Frauen be­legt wur­de. Wir fuh­ren al­so in sei­nem Auto los…
Erst mal vor­weg: Ich le­be no­ch und bin voll auf ge­sund! Auf un­se­rem Heimweg auf dem Highway ka­men wir in ei­nen Mega-Platzregen. Und dann pas­sier­te es: Aquaplaning! Wir dreh­ten uns, schlit­ter­ten mit der Frontseite des Autos an der Betonmauer (zwi­schen den Highway-Spuren) ent­lang, dreh­ten uns 1,5 mal zu­rück und dann – war Nacht für ein paar Sekunden… Ein an­de­res Auto ist uns di­rekt hin­ten drauf ge­schos­sen. Als ich wie­der zu mir kam, wa­ren wir auch schon fast am Straßenrand. Wir rie­fen dar­auf­hin gleich 911 an und war­te­ten dann auf die Cops. Dann plötz­li­ch ein wei­te­rer Schlag – ein wei­te­res Auto fuhr in dem Unwetter zu na­he an un­se­rem vor­bei, schoss den Außenspiegel weg und fuhr ein­fach wei­ter… Mein Fahrer und Gastgeber war mit den Nerven am Ende… er mein­te nur „Welcome to America…“. Sein Auto sah hin­ten aus wie ei­ne Ziehharmonika, hat­te ei­nen Achsenbruch und durch die Betonmauer in der Frontseite ein Smilie ein­gra­viert. Nach ca. 2 Stunden wa­ren dann die Cops mit al­len Formalitäten fer­tig und wir durf­ten in de­ren Auto hin­ten drin zum nächs­ten McDonalds mit­fah­ren (die wa­ren echt nett!), wo auch schon Anna und die Frau mei­nes Fahrers auf uns war­te­ten. So ein Cop-Car hat hin­ten nur Hartschalen-Sitze die sehr un­an­ge­nehm sind und vor si­ch hat man we­gen ei­ner Scheibe kaum Platz… Ich be­kom­me hier wirk­li­ch sehr viel von den USA zu se­hen… 🙂

Samstag, den 12.09.2009

Nach vier Stunden Schlaf klin­gel­te schon der Wecker… Ab auf den 4-Sterne-Golfplatz… un­ser Aufschlag war um 7:30 Uhr. Bräutigam, Väter, al­le Groomsmans und mei­ne Wenigkeit wa­ren an­we­send. Golf-Spielen hat schon so sei­ne Reize. Das Areal – auf dem am Abend auch die Hochzeit statt­fand – war echt groß: Ein Fluss, zwei Seen, ein Moorgebiet und viel Gras. Hier lief uns auch ei­ne Truthan-Familie über den Platz. Ohne ei­nen Golf-Wagen mit ein­ge­bau­tem Navi der die Abstände zum nächs­ten Loch an­gibt, hat man hier kei­ne Change. Zum Mittag ging es zu­rück zum Duschen und dann rich­te­ten wir uns für die Feierlichkeiten. Fotoshootings und Fotoshootings und noch­mals Fotoshootings… Am Abend dann die Zeremonie, wie man es so aus dem TV kennt: un­ter frei­em Himmel, vor­ne ein Blumenbogen mit Pastor, links die Bridesmaids (Anna war auch ei­ne) und rechts die Groomsmans, in der Mitte das Brautpaar und da­hin­ter durf­ten die Gäste Platz neh­men. Schon an­ders als in Deutschland. Danach wur­de bis in die Nacht kräf­tig ge­fei­ert – mit Showeinlagen (Bridesmaides-Dance) und vielem mehr…

Sonntag, den 13.09.2009

Das Brautpaar hat nun ih­re Hochzeitsreise zu den Bahamas an­ge­tre­ten, und wir reis­ten heu­te nach Paducah wei­ter, zu Anna’s Gastfamilie und Eltern der Braut. Hier darf ich ei­ne Woche lang nun se­hen, wo Anna ih­re USA-Zeit ver­brach­te. Neben den zwei mit­ge­brach­ten Hunden kom­men hier no­ch zwei ein­hei­mi­sche Hunde da­zu. Jetzt le­ben wir in dem Haus mit vier Hunden zu­sam­men… Das Haus hat, wie die Wohnung von Christoph und das Haus des Brautpaares auch, ein Gästebad und ge­nü­gend Zimmer, so dass wir wie­der un­ser ei­ge­nes Bett und un­se­re ei­ge­ne Dusche ha­ben. Und es hat ei­nen ei­ge­nen Pool, den wir bei fast 30 Grad gleich aus­pro­bier­ten! In den nächs­ten Tagen wer­de ich hier ein biss­chen die Umgebung ken­nen­ler­nen. Wir ha­ben hier so­gar ein ei­ge­nes Auto – es ist gra­de „üb­rig“. Anna hat mir be­stimmt viel zu zei­gen…

Samstag, den 19.09.2009

Jetzt ist die Woche hier in Paducah auch schon vor­bei. Wir hat­ten hier ei­ne tol­le Unterkunft und ich konn­te ei­ni­ges aus der Umgebung se­hen. Ich konn­te Metropolis se­hen (ho­me of su­per­man), Anna’s Kirche, ih­re al­te Schule, ein paar al­te Freunde aus ih­rer Zeit und vie­le Einkaufszentren. Am meis­te hat mi­ch das Mammoth Cave be­ein­druckt. Auch konn­te ich hier das Südstaaten Essen ken­nen ler­nen. Sehr le­cker aber auch ger­ne sehr süß. Morgen fah­ren wir wie­der zu­rück nach Nashville. Dort wer­den wir ei­ne Nacht im Hotel ver­brin­gen. So ha­ben wir no­ch die Möglichkeit, Nashville Downtown an­zu­schau­en. Ist ja im­mer­hin „Home of Country Music“… Am Montag früh geht es dann nach Freeport auf die Bahamas. Dort las­sen wir es uns bei „all in­clu­si­ve“ gut ge­hen. Mal se­hen, ob auch Internet in­klu­si­ve ist…

Sonntag, den 20.09.2009

Der Abschied viel uns heu­te sehr schwer! Wir wä­ren ger­ne no­ch län­ger in Nashville und Paducah ge­blie­ben oder hät­ten am Liebsten gleich die gan­ze Familie mit nach Deutschland ge­nom­men 🙁 . Doch un­se­re Reise geht nun wei­ter. Wir möch­ten uns noch­mals bei der Familie Swab be­dan­ken und sa­gen „Thank you so­ooo much for ever­y­thing! We had a great ti­me and en­joy­ed the two weeks, we could spent wi­th you! Hope we will see you again so­on! 🙂
So in 4 Stunden ha­ben wir un­se­ren Wake-Up-Call… dann geht es auf die Insel 🙂

Mittwoch, den 23.09.2009

Wir sind in un­se­rem Hotel Viva Wyndham auf Grand Bahamas (der Insel, auf der ca. 80% der ge­nia­len Filme „Fluch der Karibik / Pirates of the ca­rib­be­an“ ge­dreht wur­de) an­ge­kom­men. Und es ist rich­tig heiß hier! Das Meer hat zur Zeit 30°C Wassertemperatur. Dies ist trotz­dem sehr an­ge­nehm küh­lend. Der wei­ße Sand ist su­per fein. Es lohnt si­ch, sei­ne ei­ge­ne Schnorchelausrüstung mit zu neh­men. Hier schwim­men die Fische um ei­nem her­um und wol­len wohl Spielen. Anders kann ich es mir son­st nicht er­klä­ren, dass um mei­ne Füße ca. 10 Fische war­ten, bis ich die­se be­we­ge, um dann mei­ner Bewegung zu fol­gen, als wüss­ten sie, wo­hin ich mei­ne Füße stre­cke. Und wenn ich still hal­te, wer­de ich an­ge­stupst. Heute früh hat­ten wir un­se­re er­s­te Tour über die Insel durch­ge­führt. Wir durf­ten die Villen aber auch die „är­me­ren“ Wohnviertel be­trach­ten, konn­ten auf dem lo­ka­len Port Lucaya Marketplace fri­sche Früchte und Souvenirs ein­kau­fen und durf­ten durch den Garden of the Groves lau­fen. Hier fin­det man ne­ben ei­ner sehr gro­ßen Pflanzenvielfalt auch sehr vie­le und gro­ße Spinnen…

Freitag, den 25.09.2009

Heute war ein ganz be­son­de­rer Tag. Ursprünglich woll­ten wir ei­ne Fahrradtour über die Insel ma­chen. Deswegen beug­te ich mi­ch am Frühstückstisch auch über ei­ne Landkarte, als mi­ch dann ei­ner der Bedienungen an­sprach, was wir denn ger­ne se­hen woll­ten. Er kön­ne uns über­all für 40$ nach sei­nem Feierabend hin fah­ren. Dann er­klär­te er uns ei­ni­ge Highlights der Insel. Nach lan­gem Hin-und-her ha­ben wir uns dann doch ent­schie­den mit dem „Fremden“ mit­zu­fah­ren, na­ja je­der Hotelmitarbeiter kennt ihn und an der Pforte be­kommt man mit, dass er un­ser Chauffeur ist. Das Ziel: „Pier One“, ein Seafood Restaurant. Es ist di­rekt am Wasser ge­baut. Abends wer­den hier die Haie mit den Fischresten ge­füt­tert. Haie! In un­se­rem Wasser… an un­se­rer Insel… na­ja sol­len wohl harm­los sein, und wenn sie ei­nen Menschen an­grei­fen, dann sei das nur ein „Probebiss“ – be­ru­hi­gend. Gut, ich dach­te mir: „be­vor ihr mi­ch fres­st, es­se ich eu­ch!“ und hab mir gleich ein sehr le­cke­res Haifischfilet be­stellt… wäh­rend­des­sen konn­ten wir die Fütterung bei ei­nem schö­nen Sonnenuntergang be­stau­nen. Am spä­ten Abend wur­den wir von un­se­rem Fahrer und sei­ner Freundin wie­der ab­ge­holt. Die Tour ging dann durch sein Wohnviertel, was in den USA wohl eher als „Ghetto“ be­zeich­net wür­de. Wir fühl­ten uns dann doch si­che­rer, als wir ne­ben den vie­len Menschen, die vor ih­ren Häusern und Autos stan­den, auch klei­ne Kinder rum spran­gen. Der Zwischenstopp führ­te uns zur „bes­ten Bäckerei“ der Insel, wel­che wie ein ge­wöhn­li­ches Haus aus­sah, das die Tür of­fen ste­hen hat­te. Man klopft an, geht mit der Bäckerin in ih­re Küche und kommt mit Leckerreien zu­rück… an­de­re Mentalität. Nachdem wir no­ch ein Froschkonzert hö­ren und di­ver­se in­ter­es­san­te ein­hei­mi­sche Ecken se­hen durf­ten, ging es zum Hotel zu­rück. Nach dem haus­in­ter­nen Theater mit viel Akrobatik und Witz, ging’s an den ein­sa­men, vom Mondlicht er­leuch­te­ten Strand. Das war ge­n­au der rich­ti­ge Tag und Zeitpunkt für mi­ch: wir ha­ben uns ver­lobt!

Montag, den 28.09.2009

Der gest­ri­ge Tag be­gann mit ei­nem klei­nen Ausflug in den Nationalpark auf Grand Bahamas und an den Gold Rock Beach. Hier konn­ten wir ein Teil der Höhlen se­hen, in de­nen die Ureinwohner leb­ten. Die ge­sam­te Insel be­steht aus ei­nem gro­ßen Unterwasser-Höhlen-System. Unterwegs fuh­ren wir auch an ei­nes der Schiffe aus „Fluch der Karibik“ vor­bei. Es liegt in ei­nen der vie­len Wasser-Wegen auf Grad Bahamas. Heute durf­ten wir mit dem glei­chen Fahrer noch­mals quer über die Insel fah­ren – pri­vat :). Dabei ka­men wir noch­mals an den „är­me­ren“ Wohnvierteln vor­bei, in de­nen wir das Auto wech­sel­ten. Auf den Weg zum nörd­lichs­ten Strand er­fuh­ren wir von un­se­rem Fahrer, was so sein Hobby ist: Kreuzfahrten! Dieses Jahr macht er sei­ne 10. am Stück. Als nächs­tes will er Europa ken­nen ler­nen. Soviel zum „ar­men Viertel“. Die Bauweise der Häuser ist wohl nur in mei­nen deut­schen Augen ärm­li­ch, hier wohl ganz nor­mal. Jetzt be­rei­ten wir uns auf den Flug nach Miami vor.

Freitag, den 02.10.2009

Jetzt sind die Tage rund um Miami auch schon vor­bei. Wir wohn­ten di­rekt in Miami Beach im Art Déco Viertel. Hier pul­siert das Leben von Miami! Die Stadt sel­ber ist ja abends ir­gend­wie aus­ge­stor­ben. Unser Hotel war das Penguin Hotel am Ocean Drive, di­rekt am Strand von Miami Beach. Von hier aus sind wir mit dem Mietwagen in die Everglades und nach Fort Lauderdale, das Venedig von Florida, ge­fah­ren. Die Everglades sind sehr be­ein­dru­ckend. Hier ging un­se­re Reise di­rekt nach Everglade-City um dort bei­de an­ge­bo­te­nen Touren durch­zu­füh­ren. Zuerst die Fahrt durch „Ten Thousand Islands“ di­rekt auf den Golf von Mexiko. Hier wa­ren ne­ben der Natur und den vie­len Vögeln die Delphine das Highlight. Diese sind um un­ser Boot her­um ge­sprun­gen. Die zwei­te Tour ging mit ei­nem klei­nen Motorboot durch die dicht be­wach­se­nen Mangroven-Wälder. Auf die­ser Fahrt kon­nen wir die ers­ten Alligatoren di­rekt an un­se­rem Bot be­gut­ach­ten. Diese Touren sind echt emp­feh­lens­wert! Auf un­se­rem Heimweg folg­ten wir ei­nen Geheimtipp: wir bo­gen von der US 41 ab, in Richtung HP Williams Park. Hier trifft man abends sehr vie­le Alligatoren, die aus dem „küh­len“ Wasser raus­kom­men und am Straßenrand fau­len­zen. Bitte im Auto blei­ben! Am Abend ging es no­ch zum Rusty Pelican, von wo aus man ei­ne atem­be­rau­ben­de Sicht auf Miami Downtown hat.
Jetzt tre­ten wir un­se­re Heimreise mit ei­nem Nachtflug an, wer­den am Samstagmittag in München an­kom­men und no­ch auf das Oktoberfest ge­hen. Wir hof­fen, dass wir da­durch un­ser Jetlag schnell be­ho­ben be­kom­men. Es war ei­ne sehr schö­ne Reise und trotz den fünf Wochen ir­gend­wie zu kurz. Wir sind uns bei­de si­cher, dass wir sol­ch ei­ne Tour wie­der­ho­len müs­sen…

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Kommentare

  1. Renate Brusdeylins  August 28, 2009

    Hi Matthias, wie toll man doch sei­ne Kontakte pfle­gen kann. Es ist be­ein­dru­ckend!! Ich freue mi­ch schon auf den Bericht Eurer Reise. – Ati –

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  2. Michael  August 28, 2009

    Hey, klingt ja su­per, das wird be­stimmt ei­ne tol­le Reise. ich wün­sch eu­ch bei­den viel Spaß und vie­le schö­ne Eindrücke die ihr mit nach Hause neh­men könnt.
    lg
    Micha

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  3. Diana  September 10, 2009

    Wow, es ist rich­tig in­ter­es­sant, was ihr be­reits er­lebt habt. Ich freue mi­ch über neue Blogs von eu­ch und die Heimatfront in München ver­misst eu­ch auch schon 🙂

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  4. Chelsea Swab  September 11, 2009

    ha­ha! i’m wri­ting in eng­lish! i don’t know what this says, but i love the pic­tures – i’m so exci­ted to see it all!

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  5. Michael M  September 11, 2009

    Aaaa…. ich will auch nach NY und USA :((( Wünsche Euch bei­den no­ch ei­ne tol­le Zeit drü­ben!! Ich hof­fe ihr macht dann auch ei­ne Diashow in MUC ;))) LG, Michael

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  6. Michael  September 11, 2009

    Ja hio Tüte.
    Super Bericht bis jetzt. Das macht Laune nach mehr. 😉
    Bye Michael

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  7. Renate Brusdeylins  September 11, 2009

    Matthias,
    Deine Berichte sind groß­ar­tig, ich le­be rich­tig mit. Es ist toll, was Ihr al­les er­le­ben dürft und ich hof­fe, dass es so wei­ter geht! (Aber bit­te kei­ne Erkältung mehr)
    – Ati –

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  8. Anja  September 14, 2009

    Ohje mit ei­ner Katze?!?! Anna das ist ge­n­au das rich­ti­ge für dich!! Aber das es anti- all­er­gi­sche Tiere gibt wuss­te ich zwar aber nicht wie es „funk­tio­niert“. Ist echt wit­zig!! Man ich kann nur noch­mal sa­gen das ich ger­ne da­bei wä­re!!!
    Ich er­war­te dann auch Bilder von der Braut und all dem!! 😀
    LG Anja

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  9. Shelia  September 21, 2009

    Matthias, It was great get­ting to know you over the past 2 weeks and Anna is lu­cky to ha­ve a young man li­ke you to share her life wi­th. I look for­ward to a German wed­ding so­on.

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  10. Milena  September 27, 2009

    Wow – ha­be gra­de die­se Seite ge­fun­den und bin be­geis­tert! Ihr habt be­stimmt gra­de ei­ne tol­le Zeit! …aber wohl kein Internet. Nur no­ch 2 Tage und wir se­hen uns in Miami – klingt ir­gend­wie ver­rückt 🙂
    Ich hof­fe Anna liest mei­ne Mail no­ch be­vor ihr an­kommt, oder habt ihr ei­ne Handynummer in den USA?

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  11. Shelia  Oktober 7, 2009

    Anna and Mathias, you are fa­mi­ly and we love you. Congratulations on your en­ga­ge­ment.

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  12. Nicole Friesenecker  Oktober 17, 2009

    So jetzt hab ich doch auch mal Zeit ge­fun­den hier in Australien eu­ren Blog durch­zu­le­sen. Anja war so frei und hat mir den ge­schickt. Hört si­ch ja al­les auch sehr span­nend und auf­re­gend an. Vorallem das mit dem Autokrasch. Ging ja noch­mals gut. Ich möch­te eu­ch na­tür­li­ch zu eu­rer, wie ich mir schon ge­dacht ha­be das dies mal bald pas­siert, Verlobung gra­tu­lie­ren. Und das ihr mir nicht hei­ra­tet be­vor ich wie­der in Deutschland bin. Denn Anja muß mir ein Stück Torte mit­brin­gen. Naja Spaß bei Seite. Herzlichen Glückwunsch!!!!
    Wenn ihr Lust und Zeit habt, al­so viel Zeit habt dann könnt ihr ja mal in mei­nen Blog rein­schau­en.
    a liabs gri­as­le aus Australien, Nicole

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