Von New York nach Miami
Es ist nun soweit: unsere fünfwöchige USA-Karibik-Reise steht an. Nach einem halben Jahr Planung werden wir New York, Chicago, Nashville, Freeport (Bahamas) und Miami kennen lernen. Es ist alles dabei: Großstadtleben, Besuch einer US-Familie, eine echte amerikanische Hochzeit, Ausspannen in der Karibik und das Nachtleben in Miami. Und dies mitten in der Hurrikan-Saison. Es wird spannend…
Soweit es mir möglich ist – und natürlich mit der nötigen Lust – werde ich hier im Laufe der Reise unsere Eindrücke niederschreiben. Einen iPod Touch habe ich dabei. Wenn in unseren Hotels WLan zur Verfügung steht, kann ich in diesem Beitrag immer wieder berichten, was wir so erleben.
Freitag, den 28.08.2009
Abflug!
Wir haben nun unseren Flug vor uns. Über Düsseldorf geht es direkt nach New York. Leider sind die Wetteraussichten nicht ganz so toll. Aber das wird unsere Freude nicht trüben. 16:00 Uhr (US-Zeit) werden wir landen. Dann heißt es “New York wir kommen!”. Und wir sehen einen alten Freund und Arbeitskollegen endlich nach zwei Jahren wieder…
Wir sind angekommen! Nach einen langen, engen aber ansonsten ruhigen Flug konnten wir unser Hotel Reserve mit Dachterrasse direkt gegenüber der Federal Reserve beziehen. Unsere Location ist Downtown Manhattan. Quasi zu Fuß sind nun Ground Zerro, Wallstreet, Brooklyn Bridge, Soho, der Hafen und viel zu viel mehr zu erreichen… Heute werden wir noch unsere Umgebung im Finance Destrict begutachten, was essen und dann schlafen gehen, damit wir morgen früh lostigern können… Ach ja, Internet hab ich kostenlos im Zimmer, wie ihr wohl bemerkt habt. Somit kann ich die nächsten Tagen mit meinem iPod berichten…
Samstag 29.08.2009
Nachdem unser Abendspaziergang gestern noch 3
Stunden durchs Finanzviertel und zum Ground Zerro ging, liefen wir heute morgen direkt zur Wall Street. Erst jetzt ist uns aufgefallen, dass diese keine 2 Minuten Fußweg von unserem Hotel entfernt liegt. Von der Wallstreet, an der Trinity Church vorbei, ging es Richtung Hudson River. Dann mit der U-Bahn Richtung China Town und Little Italy. Nachdem wir beide Länder durchquerten, liefen wir ins Viertel Soho und Greenwich Village, gefolgt von einigen Parkanlagen.
Hier wimmelte es nur so von Eichhörnchen, die vor unseren Augen ihre Nüsse vergruben. Dann war Shopping angesagt… Die 5th Avenue bis zum Flatiron Building hoch und dann den Broadway runter…
Gegen Abend fuhren wir wieder zurück und liefen auf die Brooklyn Bridge. Das Abendessen nahmen wie gemütlich am Hafen zu uns und liefen dann zurück ins Hotel. 1/4 von Manhatten haben wir somit überflogen. Zwei Dinge sind mir aufgefallen. Hier gibt es irgendwie alles.
Von Märkten mit frischen Früchten und Obst, über exotische Märkte die sogar lebende Frösche zum Verzehr anbieten, bis hin zu kleine Geschäfte, die ausgestopfte Riesenspinnen verkaufen. Als zweites fiel mir auf, dass alle richtig freundlich sind und einem gerne ihre Hilfe anbieten.
Sonntag, den 30.08.2009
Nach einem kurzen Besuch im berühmten
Apple-Store an der 5th Avenue, sind wir direkt in den Central-Park gelaufen. Hier ließ es sich einige Stunden lang aushalten. Am Nachmittag ging es die Park Avenue und die Madison Avenue Richtung Metropolitan Museum. Später noch zum Guggenheim Museum und zum American Museum of National History (bekannt aus dem Film “Nachts im Museum”, es stehen wirklich Dinos im Eingang). Leider konnten wir hier nur kurz rein, da das Museum dann schloss…
Vielleich finden wir
hierfür nochmal Zeit. Am Abend ging es zum Lincoln Center (neben der berühmten Juilliard School) zu einer Public-Viewing-Opera “Romeo und Julia”. Der Heimweg führte uns noch über den schrillen Times Square.
Montag, den 31.08.2009
Heute nahmen wir mal den Bus anstelle der UBahn.
Das erste Ziel war der Grand Central Station. Eigentlich wollten wir hier für Donnerstag nach Schließfächer suchen. Doch seit dem 11. September sind diese aus Sicherheitsgründen verschwunden! Ohne Alternative…! Danach ging es zur UN (kurz mal die USA verlassen) zu einer Führung. Sehr interessant… Nach dem Ausflug im Niemandsland ging es wieder zurück nach New York auf das Rockefeller Center
(anstelle des Empire State Buildings, dieses wollten wir auf unseren Bildern haben) um die atemberaubende Ausicht über NY zu genießen. Am Abend ging es zum Essen an den Times Square. Danach durften wir das Musical
“Phantom der Oper” am Broadway besuchen. Einfach nur Super! Dies ist unsere letzte Nacht in dieser Stadt. Morgen besuchen wir für 2 Tage einen alten Freund und Arbeitskollegen in New Jersey, danach geht es nach Chicago…
Dienstag, den 01.09.2009
Heute ging es
nochmals richtig ins National History Museum. Sehenswert aber auch sehr groß! Zum Abschluss noch ein schöner Spaziergang durch New York und dann in den Zug nach New Jersey. Es ist hier sehr ländlich, viele kleine Einfamilienhäuser und das nur 50 Zug-Minuten von Manhattan entfernt… Hier verweilen wir zwei Tage bei einem Freund und Arbeitskollegen aus meiner Daimler-Zeit. Im Vergleich zu New York wird es nun erstmal bisschen ruhiger werden. Morgen geht es an den
Strand und zum Shopping. Das spannende dabei: ich fahre dann das erste Mal selbst mit dem Auto im Amiland…
Mittwoch, den 02.09.2009
Endlich Wasser! Wir verbrachten den Tag heute am Strand in Belmar. Leider kann man in den USA wohl nicht einfach ins Wasser springen.
Es gibt fest ausgeschriebene “Meter” an denen man ins Wasser darf. Und auch nur soweit, wie man stehen kann. Und wenn man sich nicht daran hält, pfeift einem ein Baywatch-Mann gleich zurück! Aber das Wasser war herrlich, die Wellen hoch und die Sonne hat mir gleich mal meine Haut verbrannt. Am Abend ging es noch zum Shoppen in ein Outlett-Store.
Das Autofahren in den USA ist eigentlich wie in Deutschland, nur man darf nicht richtig Gas geben (geht auch nicht bei den Strassen), an jeder Kurve steht, wie schnell man in ihr hinein fahren darf (!) und die Ampeln sind auf der anderen Straßenseite, was eigentlich gut ist, da man sich nicht wie in Deutschland den Kopf verrenken muss.
Donnerstag, den 03.09.2009
Wir sind in Chicago angekommen
und durften unser Zimmer im Hard Rock Hotel beziehen. Die Zimmer sind perfekt (siehe Link) und die Aussicht aus dem 23. Stock einfach nur super. Das Hotel liegt direkt im Zentrum und nur paar Fußminuten vom Lake Michigan (Deutsche würden hier eher Meer dazu sagen) entfernt. Natürlich mussten wir heute die berühmte Chicago-Pizza kennenlernen – hat wenig Verwandtschaft mit der italienischen Pizza, sondern eher mit einem Kuchen… Morgen starten wir dann die Erkundung der Stadt. Zuerst zu Fuß und am Nachmittag (Chicago liegt zu dieser Jahreszeit morgens im Nebel) mit einer Architektur-Rundfahrt
per
Schiff über den Fluss durch die Stadt in Richtung “See”… Dies wurde uns mehrfach empfohlen und wenn ich die Gebäude so sehe, verstehe ich auch warum…
Samstag, den 05.09.2009
Die Stadt hat großartige Gebäude.
Und im September wohl auch einen zuverlässlichen Nebel, welcher aber am Mittag verschwunden ist. Obwohl wir im nördlichen Eck der USA sitzen, haben wir immernoch um die 24 Grad. Zu den bekanntesten Gebäuden zählen der Hancock Tower, Willis Tower (früher Sears Tower) und die Navy Pier. Der wichtigste Straßenabschnitt ist wohl die Magnificent Mile. Wie auf der 5th Avenue in New York sind hier die edelsten Geschäfte angesiedelt. Dies verlockt zum Einkaufen, vorallem auch deswegen,
weil zur Zeit Sommerschlussverkauf ist (und zwar richtige Tiefpreise rund um den Labor-Day) und der Dollar-Kurs
zudem noch günstig ist. Nachdem wir am Freitag den inneren Teil von Chicago besuchten, ging es am Samstag an den See und zum Grant Park zwischen See und Stadt. Chicago ist eine Stadt, welche die Jazz-Musik mit ihrem eigenen Stil beeinflusste. Geplant war eigentlich ein Besuch in einem Jazz Club. Nur hatten wir das Glück, dass an unserem Wochenende das Chicago Jazz Festival lief.
Somit konnten wie bei schönstem Wetter auf mehreren Bühnen die Musik
im Grand Park genießen. Der Samstag war somit auch schon fast vorbei. Am Abend ging es nochmals auf die Navy Pier zu einem großen Feuerwerk.
Montag, den 07.09.2009
Nun geht auch die Zeit in Chicago vorüber.
Heute werden wir nochmals in die Stadt gehen, das Aquarium Shedd besuchen und dann zum Flug nach Nashville einchecken. Dort sind wir dann für zwei Wochen bei Freunden und somit auch Gäste auf einer Hochzeit.
Donnerstag, den 10.09.2009
Ich bin wieder fitt… ja… mich hatte die
Klima-Anlagen-Grippe erwischt und für zwei Tage lahmgelegt. Anna hatte keine Probleme, war wohl schon immun gegen Klima-Bakterien. Wir sind in Nashville und hier ist es richtig heiß. In Chelsea’s Haus wohnen wir nicht alleine. Wir teilen das Haus noch mit zwei Hunden und einer Katze. Alles Anti-Allergie-Tiere! Ich wusste nicht, dass alle Pudel-Kreuzungen ihre Haare nicht verlieren, nicht riechen und keine Allergien hervorrufen. Hier sind die Vorbereitungen zur Hochzeit im vollem Gange.
Es wird geschreiben, gedruckt, Kleider werden angepasst, Geschenke verpackt…
Am Abend wird gegrillt und vor dem TV oder der XBox relaxet. Ich bin gespannt, wie die Vorfeierlichkeiten (ab morgen) und die Hochzeit selbst am Samstag so wird. Den heutigen Tag nutzte ich (während die Frauen wieder Shoppen gingen) um einige Bilder in diesen Beitrag zu hängen und den ein oder anderen Link einzufügen. Klickt einfach auf die Bilder, dann seht ihr sie in groß.
Freitag, den 11.09.2009
Am Freitag durfte ich mit dem Bräutigam und seinen engen Freunden auf die Driving-Range fahren und meine ersten Golf-Bälle schlagen. Das macht richtig Spass, ist aber gar nicht so einfach, diese kleinen Bälle in eine gerade Linie zu schicken. Während wir Jungs uns mit “Sport” beschäftigten, gingen die Mädchen zum Bridesmaid-Brunch, dann zur Maniküre und Petiküre, feierten gemeinsam und richteten sich für die Vorprobe der Hochzeit.
Dort trafen wir uns wieder alle, probten das Einlaufen und gingen am Abend zusammen zum Rehearsal Dinner, das Abendessen für die Beteiligten der Generalprobe einer Hochzeit. Danach wurde noch die ganze Nacht in einem Spiele-Saloon gefeiert und dann war der Heimweg angesagt. Mädchen und Jungs sollten getrennt schlafen und so sollte ich bei einem Freund des Bräutigams schlafen, da das Haus von Chelsea von den Frauen belegt wurde. Wir fuhren also in seinem Auto los…
Erst mal vorweg: Ich lebe noch und bin voll auf gesund! Auf unserem Heimweg auf dem Highway kamen wir in einen Mega-Platzregen. Und dann passierte es: Aquaplaning! Wir drehten uns, schlitterten mit der Frontseite des Autos an der Betonmauer (zwischen den Highway-Spuren) entlang, drehten uns 1,5 mal zurück und dann – war Nacht für ein paar Sekunden… Ein anderes Auto ist uns direkt hinten drauf geschossen. Als ich wieder zu mir kam, waren wir auch schon fast am Straßenrand. Wir riefen daraufhin gleich 911 an und warteten dann auf die Cops. Dann plötzlich ein weiterer Schlag – ein weiteres Auto fuhr in dem Unwetter zu nahe an unserem vorbei, schoss den Außenspiegel weg und fuhr einfach weiter…
Mein Fahrer und Gastgeber war mit den Nerven am Ende… er meinte nur “Welcome to America…”. Sein Auto sah hinten aus wie eine Ziehharmonika, hatte einen Achsenbruch und durch die Betonmauer in der Frontseite ein Smilie eingraviert. Nach ca. 2 Stunden waren dann die Cops mit allen Formalitäten fertig und wir durften in deren Auto hinten drin zum nächsten McDonalds mitfahren (die waren echt nett!), wo auch schon Anna und die Frau meines Fahrers auf uns warteten. So ein Cop-Car hat hinten nur Hartschalen-Sitze die sehr unangenehm sind und vor sich hat man wegen einer Scheibe kaum Platz… Ich bekomme hier wirklich sehr viel von den USA zu sehen…
Samstag, den 12.09.2009
Nach vier Stunden Schlaf
klingelte schon der Wecker… Ab auf den 4-Sterne-Golfplatz… unser Aufschlag war um 7:30 Uhr. Bräutigam, Väter, alle Groomsmans und meine Wenigkeit waren anwesend. Golf-Spielen hat schon so seine Reize. Das Areal – auf dem am Abend auch die Hochzeit stattfand – war echt groß: Ein Fluss, zwei Seen, ein Moorgebiet und viel Gras. Hier lief uns auch eine Truthan-Familie über den Platz. Ohne einen Golf-Wagen hat man hier keine Change. Zum Mittag ging es zurück zum Duschen und dann richteten wir uns für die Feierlichkeiten. Fotoshootings und Fotoshootings und nochmals Fotoshootings…
Am Abend dann die Zeremonie,
wie man es so aus dem TV kennt: unter freiem Himmel, vorne ein Blumenbogen mit Pastor, links die Bridesmaids (Anna war auch eine) und rechts die Groomsmans, in der Mitte das Brautpaar und dahinter durften die Gäste Platz nehmen. Schon anders als in Deutschland. Danach wurde bis in die Nacht kräftig gefeiert – mit Showeinlagen (Bridesmaides-Dance) und vielem mehr…
Sonntag, den 13.09.2009
Das Brautpaar hat nun
ihre Hochzeitsreise zu den Bahamas angetreten, und wir reisten heute nach Paducah weiter, zu Anna’s Gastfamilie und Eltern der Braut. Hier darf ich eine Woche lang nun sehen, wo Anna ihre USA-Zeit verbrachte. Neben den zwei mitgebrachten Hunden kommen hier noch zwei einheimische Hunde dazu. Jetzt leben wir in dem Haus mit vier Hunden zusammen… Das Haus hat, wie die Wohnung von Christoph und das Haus des Brautpaares auch, ein Gästebad und genügend Zimmer, so dass wir wieder unser
eigenes Bett und unsere eigene Dusche haben. Und es hat einen eigenen Pool, den wir bei fast 30 Grad gleich ausprobierten! In den nächsten Tagen werde ich hier ein bisschen die Umgebung kennenlernen. Wir haben hier sogar ein eigenes Auto – es ist grade “übrig”. Anna hat mir bestimmt viel zu zeigen…
Samstag, den 19.09.2009
Jetzt ist die Woche hier in Paducah auch
schon vorbei. Wir hatten hier eine tolle Unterkunft und ich konnte einiges aus der Umgebung sehen. Ich konnte Metropolis sehen (home of superman), Anna’s Kirche, ihre alte Schule, ein paar alte Freunde aus ihrer Zeit und viele Einkaufs-Malls. Am meiste hat mich das Mammoth Cave beeindruckt. Auch konnte ich hier das Südstaaten Essen kennen lernen. Sehr lecker aber auch gerne sehr süß. Morgen fahren wir wieder zurück nach Nashville. Dort werden wir eine Nacht im Hotel verbringen. So haben wir noch die Möglichkeit, Nashville Downtown anzuschauen. Ist ja immerhin “Home of Country Music”… Am Montag früh geht es dann nach Freeport auf die Bahamas. Dort lassen wir es uns bei “all inclusive” gut gehen. Mal sehen, ob auch Internet inklusive ist…
Sonntag, den 20.09.2009
Der Abschied viel uns
heute sehr schwer! Wir wären gerne noch länger in Nashville und Paducah geblieben oder hätten am Liebsten gleich die ganze Familie mit nach Deutschland genommen
. Doch unsere Reise geht nun weiter. Wir möchten uns nochmals bei der Familie Swab bedanken und sagen “Thank you soooo much for everything! We had a great time and enjoyed the two weeks, we could spent with you! Hope we will see you again soon!
So in 4 Stunden haben wir unseren Wake-Up-Call… dann geht es auf die Insel
Mittwoch, den 23.09.2009
Wir sind in unserem Hotel Viva Wyndham auf
Grand Bahamas (der Insel, auf der ca. 80% der genialen Filme “Fluch der Karibik / Pirates of the caribbean” gedreht wurde) angekommen. Und es ist richtig heiß hier! Das Meer hat zur Zeit 30°C Wassertemperatur. Dies ist trotzdem sehr angenehm kühlend. Der weiße Sand ist super fein. Es lohnt sich, seine eigene Schnorchelausrüstung mit zu nehmen. Hier schwimmen
die Fische um einem herum und wollen wohl Spielen. Anders kann ich es mir sonst nicht erklären, dass um meine Füße ca. 10 Fische warten, bis ich diese bewege, um dann meiner Bewegung zu folgen, als wüssten sie, wohin ich meine Füße strecke. Und wenn ich
still halte, werde ich angestupst. Heute früh hatten wir unsere erste Tour über die Insel durchgeführt. Wir durften die Villen aber auch die “ärmeren” Wohnviertel betrachten, konnten auf dem lokalen Port Lucaya Marketplace frische Früchte und Souvenirs einkaufen und durften durch den Garden of the Groves laufen. Hier findet man neben einer sehr großen Pflanzenvielfalt auch sehr viele und große Spinnen…
Feitag, den 25.09.2009
Heute war ein ganz besonderer Tag.
Ursprünglich wollten wir eine Fahrradtour über die Insel machen. Deswegen beugte ich mich am Frühstückstisch auch über eine Landkarte, als mich dann einer der Bedienungen ansprach, was wir denn gerne sehen wollten. Er könne uns überall für 40$ nach seinem Feierabend hin fahren. Dann erklärte er uns einige Highlights der Insel. Nach langem Hin-und-her haben wir uns dann doch entschieden mit dem “Fremden” mitzufahren, naja jeder Hotelmitarbeiter kennt ihn und an der
Pforte bekommt man mit, dass er unser Chauffeur ist.
Das Ziel: “Pier One”, ein Seafood Restaurant. Es ist direkt am Wasser gebaut. Abends werden hier die Haie mit den Fischresten gefüttert. Haie! In unserem Wasser… an unserer Insel… naja sollen wohl harmlos sein, und wenn sie einen Menschen angreifen, dann sei das nur ein “Probebiss” – beruhigend. Gut, ich dachte mir: “bevor ihr mich fresst, esse ich euch!” und hab mir gleich ein sehr leckeres Haifischfilet bestellt…
währenddessen konnten wir die Fütterung bei einem schönen Sonnenuntergang bestaunen. Am späten Abend wurden wir von unserem Fahrer und seiner Freundin wieder abgeholt. Die Tour ging dann durch sein Wohnviertel, was in den USA
wohl eher als “Ghetto” bezeichnet würde. Wir fühlten uns dann doch sicherer, als wir neben den vielen Menschen, die vor ihren Häusern und Autos standen, auch kleine Kinder rum sprangen. Der Zwischenstopp führte uns zur “besten Bäckerei” der Insel, welche wie ein gewöhnliches Haus aussah, das die Tür offen stehen hatte. Man klopft an, geht mit der Bäckerin in ihre Küche und kommt mit Leckerreien zurück… andere Mentalität.
Nachdem wir noch ein Froschkonzert hören und diverse interessante einheimische Ecken sehen durften, ging es zum Hotel zurück. Nach dem hausinternen Theater mit viel Akrobatik und Witz, ging’s an den einsamen, vom Mondlicht erleuchteten Strand. Das war genau der richtige Tag und Zeitpunkt für mich: wir haben uns verlobt!
Montag, den 28.09.2009
Der gestrige Tag begann
mit einem kleinen Ausflug in den Nationalpark auf Grand Bahamas und an den Gold Rock Beach. Hier konnten wir ein Teil der Höhlen sehen, in denen die Ureinwohner lebten. Die gesamte Insel besteht aus einem großen Unterwasser-Höhlen-System. Unterwegs fuhren wir auch an eines der Schiffe aus “Fluch der Karibik” vorbei. Es liegt in einen der vielen Wasser-Wegen auf Grad Bahamas. Heute durften wir mit dem gleichen Fahrer nochmals quer über die
Insel fahren – privat
.
Dabei kamen wir nochmals an den “ärmeren” Wohnvierteln vorbei, in denen wir das Auto wechselten. Auf den Weg zum nördlichsten Strand erfuhren wir von unserem Fahrer, was so sein Hobby ist: Kreuzfahrten! Dieses Jahr macht er seine 10. am Stück. Als nächstes will er Europa kennen lernen. Soviel zum “armen Viertel”. Die Bauweise der Häuser ist wohl nur in meinen deutschen Augen ärmlich, hier wohl ganz normal. Jetzt bereiten wir uns auf den Flug nach Miami vor.
Freitag, den 02.10.2009
Jetzt sind die Tage rund um
Miami auch schon vorbei. Wir wohnten direkt in Miami Beach im Art Déco Viertel. Hier pulsiert das Leben von Miami! Die Stadt selber ist ja abends irgendwie ausgestorben. Unser Hotel war das Penguin Hotel am Ocean Drive, direkt am Strand von Miami Beach. Von hier aus sind wir mit dem Mietwagen in die Everglades und nach Fort Lauderdale,
das Venedig von Florida, gefahren.
Die Everglades sind sehr beeindruckend. Hier ging unsere Reise direkt nach Everglade-City um dort beide angebotenen Touren durchzuführen. Zuerst die Fahrt durch “Ten Thousand Islands” direkt auf den Golf von Mexiko. Hier waren neben der Natur und den vielen Vögeln die Delphine das Highlight. Diese sind um unser
Boot herum gesprungen.
Die zweite Tour ging mit einem kleinen Motorboot durch die dicht bewachsenen Mangroven-Wälder. Auf dieser Fahrt konnen wir die ersten Alligatoren direkt an unserem Bot begutachten. Diese Touren sind echt empfehlenswert! Auf unserem Heimweg folgten wir einen Geheimtipp: wir bogen von der US 41 ab, in Richtung HP Williams
Park. Hier trifft man abends sehr viele
Alligatoren, die aus dem “kühlen” Wasser rauskommen und am Straßenrand faullänzen. Bitte im Auto bleiben! Am Abend ging es noch zum Rusty Pelican, von wo aus man eine atemberaubende Sicht auf Miami Downtown hat.
Jetzt treten wir unsere Heimreise mit einem Nachtflug an,
werden am Samstagmittag in München ankommen und noch auf das Oktoberfest gehen. Wir hoffen, dass wir dadurch unser Jetlag schnell behoben bekommen. Es war eine sehr schöne Reise und trotz den fünf Wochen irgendwie zu kurz. Wir sind uns beide sicher, dass wir solch eine Tour nochmals machen müssen…



Kommentare
Hi Matthias, wie toll man doch seine Kontakte pflegen kann. Es ist beeindruckend!! Ich freue mich schon auf den Bericht Eurer Reise. – Ati -
Hey, klingt ja super, das wird bestimmt eine tolle Reise. ich wünsch euch beiden viel Spaß und viele schöne Eindrücke die ihr mit nach Hause nehmen könnt.
lg
Micha
Wow, es ist richtig interessant, was ihr bereits erlebt habt. Ich freue mich über neue Blogs von euch und die Heimatfront in München vermisst euch auch schon
haha! i’m writing in english! i don’t know what this says, but i love the pictures – i’m so excited to see it all!
Aaaa…. ich will auch nach NY und USA
(( Wünsche Euch beiden noch eine tolle Zeit drüben!! Ich hoffe ihr macht dann auch eine Diashow in MUC
)) LG, Michael
Ja hio Tüte.
Super Bericht bis jetzt. Das macht Laune nach mehr.
Bye Michael
Matthias,
Deine Berichte sind großartig, ich lebe richtig mit. Es ist toll, was Ihr alles erleben dürft und ich hoffe, dass es so weiter geht! (Aber bitte keine Erkältung mehr)
- Ati -
Ohje mit einer Katze?!?! Anna das ist genau das richtige für dich!! Aber das es anti- allergische Tiere gibt wusste ich zwar aber nicht wie es “funktioniert”. Ist echt witzig!! Man ich kann nur nochmal sagen das ich gerne dabei wäre!!!
Ich erwarte dann auch Bilder von der Braut und all dem!!
LG Anja
Matthias, It was great getting to know you over the past 2 weeks and Anna is lucky to have a young man like you to share her life with. I look forward to a German wedding soon.
Wow – habe grade diese Seite gefunden und bin begeistert! Ihr habt bestimmt grade eine tolle Zeit! …aber wohl kein Internet. Nur noch 2 Tage und wir sehen uns in Miami – klingt irgendwie verrückt
Ich hoffe Anna liest meine Mail noch bevor ihr ankommt, oder habt ihr eine Handynummer in den USA?
Anna and Mathias, you are family and we love you. Congratulations on your engagement.
So jetzt hab ich doch auch mal Zeit gefunden hier in Australien euren Blog durchzulesen. Anja war so frei und hat mir den geschickt. Hört sich ja alles auch sehr spannend und aufregend an. Vorallem das mit dem Autokrasch. Ging ja nochmals gut. Ich möchte euch natürlich zu eurer, wie ich mir schon gedacht habe das dies mal bald passiert, Verlobung gratulieren. Und das ihr mir nicht heiratet bevor ich wieder in Deutschland bin. Denn Anja muß mir ein Stück Torte mitbringen. Naja Spaß bei Seite. Herzlichen Glückwunsch!!!!
Wenn ihr Lust und Zeit habt, also viel Zeit habt dann könnt ihr ja mal in meinen Blog reinschauen.
a liabs griasle aus Australien, Nicole
Ihre Meinung zählt